Bachchor spendet an Coburger Frauenhaus

Bachchor spendet für das Coburger Frauenhaus
Bildrechte: Foto: Privat

Die Chorarbeit stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen in diesen Zeiten, aber das Engagement ist ungebrochen - nicht nur im musikalischen Bereich. Seit Jahrzehnten ist es dem Bachchor ein Anliegen, Menschen in Not zu unterstützen und Zeichen der Solidarität zu setzen. Im Rahmen der Chorproben werden Spenden gesammelt, die die Chormitglieder persönlich aufbringen.

In diesem Jahr soll die Arbeit des Coburger Frauenhauses gefördert werden. Vertreterinnen und Vertretern des Coburger Bachchores übergaben eine Spende in Höhe von 2.140 Euro an Angela Platsch und Annemarie Lorenz vom Verein „Keine Gewalt gegen Frauen e.V. Coburg“. Der Verein ist Träger des Frauenhauses, des Frauennotrufes und der Interventionsstelle. Er ist zuständig für die Stadt und den Landkreis Coburg, Kronach und Lichtenfels. Der Freistaat Bayern sieht für diese Region fünf Frauenplätze als notwendig an. Die Anzahl der Kinder ist nicht definiert.

Die Finanzierung dieser Einrichtungen werden zum Teil vom Freistaat Bayern und zum Teil von den genannten Kommunen übernommen. Vom Gesamthaushalt muss der Verein 10% selbst tragen und diese Summe durch Spenden erwirtschaften. Da der Haushalt durch höhere Personalkosten und hoffentlich auch bald durch höhere Mietkosten für ein neues Gebäude steigt, steigt unweigerlich auch der Anteil, den der Verein aufbringen muss. Kann der Verein diese 10% nicht aufbringen, ist der Bestand der Einrichtungen gefährdet, was für die von Gewalt betroffen Frauen und Kinder ein Desaster wäre.

Zu dem 10prozentigen Anteil kommen aber auch noch Ausgaben, die von den Kostenträgern nicht übernommen werden. Dazu zählt z.B. die kürzlich durchgeführte Ferienwoche für Mütter und deren Kinder. Alle Spenden kommen direkt den Einrichtungen zugute, da der ehrenamtliche Vorstand, besetzt mit drei Frauen, ohne Entgelt arbeitet.

Auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts):
Angela Platsch, Peter Stenglein, Annerose Kollmann, Annemarie Lorenz, Sven Götz, Erika Kreuzer, Andrea Schiele-Eberlein