Zwei Bass-Register für die Schuke-Orgel!

Schuke-Orgel im Gehäuse von Johann Wolfgang Daum
Bildrechte: Marcus Goldbach

Die Orgel aus dem Jahr 1989 zählt bis heute zu den herausragenden in Oberfranken. Durch die Kirchenrenovierung haben sich die Akustik und der Klang des Instruments verändert: Die hohen Frequenzen werden stärker bevorzugt, der Bassbereich ist mittlerweile zu schwach.

Für dieses Problem gibt es aber eine Lösung: Schon in der Barockzeit waren die Orgeln in den großen Kirchen oft mit tiefen Bassregistern ausgestattet, die für die nötige Klangabrundung sorgten.
Deshalb möchten wir unsere Orgel um die Pedalregister Untersatz und Posaune 32’ erweitern. Der Klang wird dadurch runder, weicher und steht auf einem besseren Fundament.

Diese Maßnahme kostet etwa 120.000,- Euro. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende damit wir unsere Vision der Klangabrundung umsetzen können.
Sie können auch die Onlinespendenfunktion auf unserer Homepage nutzen.

Tiefe Töne entstehen aus großen Orgelpfeifen, die nicht in das bestehende Gehäuse integriert werden können. Hinter der jetzigen Orgel wird daher ein weiterer Orgelteil aufgestellt. Diese Arbeiten werden im kommenden Jahr durchgeführt.

Vorab gibt es aber die Notwendigkeit, die baulichen Voraussetzungen zu prüfen. Eine mehrwöchige sensorgestützte Messkampagne simuliert vorab die Orgelerweiterung und bewertet Auswirkungen auf das Bauwerk und umgebende Tragteile. Unter Leitung von Architekt Steffen Fischer vom Kirchengemeindeamt Coburg sowie Architektin Sybille Fugmann des Hochbauamtes Coburg werden die gutachterlichen Arbeiten durch das Büro für Strukturmechanik erbracht. Nach der Auswertung der Messergebnisse können finale Schlüsse zum anstehenden Orgeleinbau gezogen werden.

Das Büro für Strukturmechanik besteht seit 2004 in Coburg und hat große u. a. Erfahrungen mit bestehenden denkmalgeschützten Baustrukturen und der damit verbundenen Anforderungen an Tragwerk, Material, Denkmalschutz und Gestaltung. Besonders sensorgestützte Messungen des Büros vermitteln Nutzern fundierte Entscheidungsgrundlagen.

Die Messkampagne hat begonnen. Neben der Messausrüstung wird eine stufenweise Belastung durch Wasserbehälter der „neuen“ Orgel simuliert. Dazu hat sich die Feuerwehr Coburg unter Leitung des Stadtbrandrates Christian Dudda erfreulicherweise bereit erklärt mitzuwirken. Die Messungen werden bis Ende November dauern.